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Baulexikon

Das FMR Baulexikon. Hier finden Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Begriffe zum Thema Hausbau und Bauplanung. Denn wer erstmals ein Haus baut, wird mit vielen Fachbegriffen bei der Planung und in Gesprächen konfrontiert. Sollten Sie Fragen zu zum ein oder anderen Begriff haben, rufen Sie uns gerne an.

A

Durch chemische Reaktionen von Wasser und Bindemittel wird Beton oder Mörtel verfestigt.

Für weitere Informationen siehe Baudichtung.

Errichtung oder Wiederherstellung fester Grenzzeichen zwischen zwei Grundstücken.

Markierung von Ecken oder/und Achsen eines geplanten Bauwerkes auf dem Grundstück aufgrund erfolgter Einmessung. Dabei wird unterschiedenzwischen der Grobabsteckung für den Tiefbauer und der Feinabsteclung für den Rohbauer.

Bei der Armierung (genannt auch Bewehrung) wird ein Baustoff durch Einlage oder Auflage von z.B. Stahl oder Gewebe verstärkt.

B

Der Bauherr ist zur Abnahme der vom Bauunternehmer/Handwerker erbrachten Leistung verpflichtet. Die Bauabnahme findet nach Fertigstellung der vereinbarten Leistungen, spätestens jedoch nach Bezug des Wohnhauses, statt.

Die Unterlagen des Bauantrages werden bei dem zuständigen Bauamt oder bei der Gemeinde eingereicht. Der Bau kann erst nach ergolgreicher Genehmigung des Bauantrages begonnen werden.

Gilt als Grundlage des Bauvertrages. Die Baubeschreibung beinhaltet detalierte Informationen über Umfang aller Leistungen des Bauträgers.

Gelände, das zwar schon als Wohngebiet ausgewiesen ist, dessen Nutzung aber noch nicht verbindlich durch einen Bebauungsplan festgelegt ist. Trotzdem schlägt sich die Erwartung meistens bereits in einem höheren Preis nieder. Auch wenn im Grundstückskaufvertrag der Begriff Bauerwartungsland verwendet wird, sollte sich der Käufer keinesfalls darauf verlassen, ein Grundstück zu erwerben, das später tatsächlich einmal bebaubar wird.

Als Baufenster wird die Grundstücksfläche bezeichnet, die mit einem Gebäude überbaut werden darf. Begrenzt wird diese Fläche in der Regel durch die im Bebauungsplan festgelegte Baugrenze oder -linie.

Erklärung der Genehmigungsbehörde, dass einem Bauvorhaben nach dem zur Zeit der Erteilung der Baugenehmigung geltenden öffentlichen Rechts keine Einwände entgegenstehen. Von der Genehmigungspflicht ist nicht nur die Neuerrichtung, sondern auch die Erweiterung, der Umbau sowie die Nutzungsänderung umfasst.

Der Bauleiter ist für die vorschriftsgemäße Durchführung des Bauvorhabens verantwortlich.

Die während der Bauzeit benötigte Strom- und Wasserversorgung.

Überprüfung der Genehmigungsfähigkeit eines Bauvorhabens. Die Bauvoranfrage wird bei der zuständigen Baugenehmigungsbehörde gestellt.

Enthält Festsetzungen und Vorschriften für die Ordnung eines Baugebietes.

Die Hauptbestandteile sind Zement, Wasser und Zuschlagsstoff. Je nach Beanspruchung und Verarbeitung gibt es verschiedene Betonrezepturen für die unterschiedlichen Aufgabengebiete.

Fuge zwischen zwei Bauteilen, die Dehnungen und Setzungen ermöglicht, so dass keine schädlichen Spannungen an den Bauteilen auftreten können.

Z.B. Kalk oder Zement. Bindemittel dienen zu Bindung verschiedener Stoffe.

Ein Bodengutachten sollte vor jedem Hausbau durchgeführt werden. Ein Geologe spricht aufgrund von Probebohrungen eine Gründungsempfehlung aus.

D

Schnittfläche von zwei Dachflächen.

Die Dachneigung bezeichnet das Gefälle oder die Steilheit einer Dachfläche. Sie wird in der Regel als Winkel in Grad angegeben. Je nach Dachneigung bezeichnet man Dächer als Flachdach, flachgeneigtes Dach oder Steildach.

Dachpfannen aus Ton hergestellt.

Dämmstoffe dienen zur wärme- und Schaldämmung. Bei Bedarf können mehrere Dämmstoffe kombiniert werden. Leichte Dämmstoffe schützen besser gegen Temperatur, während schwere sich besser für Schalldämmung eignen.

Dabei handelt es sich um eine spezielle Folie, die an der Innenseite der Dämmung angebracht wird. Sie sorgt für die Luftdichtheit der Gebäudehülle und verhindert, dass sich feuchte Raumluft in der Dämmung niederschlägt und es zu Feuchteschäden oder Schimmelbildung kommt.

Z. B. Acryl (überstreichbar) oder Silikon.

Dingliches Recht an einem Grundstück auf beschränkte, unmittelbare Nutzung (z.B. Wegerecht, Wasserentnahmerecht, Leitungsrechts, usw.).

Trennt eine Baustoffschicht bzw. ein Bauteil zwei Räume verschiedener Temperatur und Luftfeuchte, dann liegen in der Regel zu beiden Seiten verschiedene Teildrücke des Wasserdampfes vor. Unter dem Druckunterschied bewegt sich der Wasserdampf durch poröse Baustoffe hindurch (Wasserdampfdiffusion).

Deutsches Institut för Normung e.V. Hier werden unter anderem Regeln und Normen bezüglich Bauleistungen geregelt.

Maßnahmen zum Ableiten von Oberflächenwasser oder Sschichtenwasser. Im Wohnungsbau ist ausschließlich eine fachgerecht verlegte Ringdrainage zulässig (Stangenrohre, keine Rollenware!).

Außenwand im Dachgeschoss auf der die Fußpfette aufliegt (Kniestock).

Stauendes Wasser, das Druck von außen auf ein Bauwerk ausübt.

E

Finanzierungsmittel, die der Bauherr selbst besitzt. Dazu können der Wert des eigenen, unbelasteten Grundstücks, Bausparguthaben, Geldkapital und/oder die eigene Arbeitsleitung (Muskelhypothek) gehören.

Begrenzung eines Grundstücks mit z.B. Hecke, Mauer oder Zaun.

Diese Richtlinie dient der Optimierung des Energiebedarfs von Gebäuden. Sie wurde im Februar 2002 beschlossen und wurde seit dem regelmäßig überarbeitet und verschärft. Seit dem 01.01.2016 gültig.

Im Energieausweis sind alle relevanten Daten zum Nachweis der Erfüllung der Kriterien für die EnEV-Richtlinie aufgeführt. Einen Energieausweis erhält jedes neue Gebäude.

Ein Erker ist ein geschlossener, überdachter, über ein oder mehrere Geschosse reichender Vorbau an der Fassade eines Hauses. 

Die Maßnahmen, die die bauliche Nutzung eines Grundstücks ermöglichen. Dazu gehören Straßen- und Kanalbauarbeiten sowie Wasser- und Elektrizitätsversorgung.

Eine glatte Oberfläche, die als Trockenstrich oder nass als Calcium-Sulfat-Fließestrich oder Zementestrich auf die Decke aufgebracht wird. Estrich trägt den eigentlichen Fußboden (z.B. Teppich, Parkett, Fließen etc.).

F

Fertigbaustoffe (z. B. Mörtel, Estrichzement, Kleber usw.) werden bereits zusammen gemischt, in trockener Form gekauft. Damit sollen Fehler beim Mischen vermieden werden.

Oberste, meist vom Giebel verlaufende Dachlinie, an der die beiden seitlichen Dachflächen zusammen treffen.

Calcium-Sulfat-Fließestriche haben sich in den letzten Jahren vor allem im Bereich beheizte Fußbodenkonstruktionen und Dämmlagenkonstruktionen bewährt. Durch deren Einsatz wird ein besserer Wirkungsgrad bei Fußbodenheizung erreicht. Calcium-Sulfat-Fließstriche sind selbstrivellierend sodass eine besonders plane Oberfläche entsteht. Die Estriche können mit nahezu jedem Belag versehen werden.

Im Bebauungsplan kann festgelegt sein, in welcher Richtung und in welchen Abständen die Bauten stehen müssen.

Ein Flurstück, auch Parzelle genannt, ist die Katasterparzelle und stellt eine vermessungstechnische Einheit dar. Im Gegensatz dazu ist das Grundstück ein abgegrenzter Teil der Erdoberfläche, der im Grundbuch gesondert aufgeführt ist. Ein Grundstück kann aus mehreren Flurstück-Nummern bestehen.

Öffentliche Mittel, wie Steuervergünstigungen oder Darlehen, die zur Förderung des Hausbaus dienen. Oft werden diese über die KfW-Bank beantragt.

G

Steht für Gesamt-Energiedurchlassgrad und bezeichnet den Anteil der Sonnenstrahlungswärme, der durch ein Fenster ins Hausinnere gelangt. 

Zeitraum nach Abnahme, an dem der Bauunternehmer oder Bauhandwerker für Mängel seiner Leistung einstehen muss.

Eine Dachgaube, kurz Gaube, ist ein Dachaufbau im geneigten Dach eines Gebäudes. Die Dachgaube dient zur Belichtung und Belüftung der Dachräume. Zu diesem Zweck befinden sich in den Gauben von Wohngebäuden im Allgemeinen Fenster. Gleichzeitig vergrößert eine Gaube den nutzbaren Raum im Dachgeschoss. Die Stirnseite der Dachgaube ist zu der darunter liegenden Außenwand etwas zurückgesetzt auszuführen.

In sich geschlossene, möglichst natürlich begrenzte abgerundete Gruppe von Flurstücken. Gemarkung und Gemeindegebiet sollen sich möglichst decken oder so aufeinander bezogen sein, dass eine Gemeinde aus mehreren geschlossenen Gemarkungen besteht (z. B. Stadtteil oder Dorf).

Es gibt drei Genehmigungsverfahren für Bauvorhaben:
1. verfahrensfrei (siehe Verfahrensfreiheit)
2. Kenntnisgabeverfahren
3. Genehmigungsverfahren (siehe Bauantrag und Baugenehmigung)

Als Grenadierschicht bezeichnet man eine über Fenster und Türen verlaufende Ziegelschicht.

Kürzeste Entfernung eines Gebäudes zur Grundstücksgrenze.

Garagen und Carports dürfen unter Beachtung bestimmter Festlegungen im 3 m Grenzabstand errichtet werden.

Nach vermessungstechnischen Untersuchungen abgeschlossene Versicherung des Katasteramtes oder eines amtlich bestellten Vermessungsingenieurs, dass ein Gebäude innerhalb der rechtmäßigen Grenzen eines Grundstücks errichtet worden ist. Grenzbescheinigungen werden vor allem für die Beleihung von Grundstücken benötigt.

H

Eine Führungshilfe zum festhalten, meistens an Wänden oder Treppengeländern montiert.

Darunter wird die Energiemenge verstanden, die dem Heizsystem zugeführt werden muss, um den Heizwärmebedarf zu decken. Der Heizenergiebedarf beinhaltet auch die Verluste der Anlagentechnik, die bei der Erzeugung, Steuerung, Verteilung, Übergabe und Speicherung der Wärme entstehen. Wärmegewinne aus internen Wärmequellen (Geräte, Licht) und Sonne reduzieren den Heizenergiebedarf.

Darunter ist der rechnerisch ermittelte Wärmeeintrag über ein Heizsystem zu verstehen, der zur Aufrechterhaltung einer definierten Soll-Innentemperatur benötigt wird.

I

Z. B. bei Kellermauerwerk dient als Haftbrücke für die aufzubringende Schweißbahn der Kellerabdichtung.

J

Die Energieeinsparverordnung beschränkt nicht nur die U-Werte der einzelnen Bauteile, sondern zusätzlich den zulässigen jährlichen Primärenergiebedarf. Sie berücksichtigt die Wärmeverluste und die Wärmegewinne aus Solarwärme und internen Wärmequellen. Der Nachweis wird rechnerisch erbracht.

K

Ehemaliger Messwert für den Wärmeverlust bei Bauteilen (heute: U-Wert). Gibt an wie viel Energie in Watt pro Quadratmeter eines Bauteils in einer Sekunde verloren geht.

Zur Mission eines guten Bauphysikers gehört regelmäßig der Hinweis, das es keine Kältebrücken gibt.
Siehe Wärmebrücke

Die Stelle, an der der Hausbesitzer den Hausabwasserkanal an den öffentlichen Abwasserkanal anschließen muss.

Liegt der Grundwasserspiegel über der geplanten Gründungssohle, muss der Keller als eine wasserundurchlässige Wanne ausgebildet werden. Entweder wird wasserundurchlässiger Beton (WU-Beton) verwendet (weiße Wanne) oder die Kellerwände müssen mit wasserdichtem Bitumen behandelt werden (schwarze Wanne). Das Gewicht des Kellers muss so groß sein, dass es dem Grundwasserdruck ausreichend Widerstand bieten kann. Kellerwannen besitzen deshalb eine starke Fundamentplatte aus Stahlbeton. Der Beton bringt das nötige Gewicht, die Stahleinlagen verhindern unkontrollierte Rissbildung.

Das Klimaschutzprogramm dient der zinsgünstigen, langfristigen Finanzierung von besonders umfangreichen Investitionen zur CO²-Minderung, zur Energieeinsparung in Wohngebäuden, zur Nutzung erneuerbarer Energien in Wohngebäuden und zum Bau von KfW-Energiesparhäusern. 

Der Kniestock wird in Deutschland je nach Landesbauordnung unterschiedlich definiert. Der Kniestock wird im Dachgeschoß an der Traufseite innen und senkrecht ab Rohfußboden bis Schnittpunkt mit der Dachschräge gemessen. Zum fertig ausgebauten Zustand ist die Fußbodenaufbauhöhe, die je nach Heizungsart und Belag variieren kann, noch davon abzuziehen. Je höher der Kniestock ist, desto mehr Stellfläche steht an den Traufseiten unter den Dachschrägen zur Verfügung. Nicht zu verwechseln mit Drempel und Abseite!

Luftfeuchtigkeit, die sich beim Kontakt zu kalten Baustoffen zu Wasser verflüssigt.

Die Konterlattung ist bei einer Verkleidung der Wand oder Decke mit Bauplatten oder ähnlichem unbedingt erforderlich, um als Unterkonstruktion für eine Hinterlüftung zu sorgen und um eventuelle Unebenheiten ausgleichen zu können. Sie ist die Erste von zwei Lattungen.

Ein Putz, der mit Grobkornbestandteilen angereichert ist, die nach dem Erhärten der Putzoberfläche mittels Nagelbrett herausgekratzt werden. Schwindrissbildung entfällt durch Entspannung der Putzoberfläche weitgehend.

L

Innere Wandfläche einer Tür- oder Fensteröffnung.

Rohre aus Kunststoff werden während der Rohbauphase in massiven Bauteilen aus Beton oder Stein verlegt, um später je nach Bedarf elektrische Leitungen und ähnliches einzuziehen. Die Rohre sollten lediglich waagerecht oder senkrecht angebracht werden.

Eine Leichtbauwand ist eine nichttragende Trennwand. Sie besteht aus einer Holz- oder Metallständerkonstruktion, die mit Gipskarton-, Gipsfaser- oder Spanplatten verkleidet wird. Um die Wärme- und Schalldämmung zu verbessern, wird der Zwischenraum mit Dämmaterial ausgefüllt.

Das Leistungsverzeichnis ist Hauptbestandteil einer Ausschreibung und enthält eine ausführliche Beschreibung aller geforderten Bauleistungen in den jeweiligen Gewerken nach Art und Leistung.

Bezeichnet die Abmessung zwischen Begrenzungen eines Raumes. Beispielsweise bei einem Türrahmen.

Eine Loggia unterscheidet sich von einem Balkon dadurch, dass sie hinter die Baulinie zurück springt, also innerhalb der Kubatur des Gebäudes liegt. Nach vorne schließt sie i. d. R. mit einer Brüstung, seltener mit einem Geländer ab. Im Unterschied zum Balkon bietet die Loggia durch den oberen und seitlichen Abschluss einen besseren Wetterschutz. Nachtelig ist, dass die dahinter liegenden Räume mehr verschattet werden.

M

Errichtung eines Gebäudes nach „alter Tradition“. Massivhaus ist hierzulande die beliebteste Bauform aus Stein oder Beton.

Das Mauerwerk wird lot-, flucht- und waagerecht hergestellt. Die Mauerecken werden ausgelotet und gemauert – dann folgen entlang einer gespannten Schnur die einzelnen Schichten. Gleichmäßiges Hochmauern kann ungleichmäßige Setzungen des Baukörpers verhindern. 

Beim Mauerziegel handelt es sich um einen aus Ton gebrannten Mauerstein, der am härtesten in Form von Klinker ist. Mauerziegel kann verschiedene Druckfestigkeiten und Wärmedämmklassen aufweisen.

Mörtel dient zum Verbinden der Mauersteine. Es handelt sich um ein Gemisch aus Sand und Bindemittel (Beispielsweise mit Kalk, Gips oder Zement).

N

Sickernde Feuchtigkeit, die sich auf die mit Erde verbundene Bauteile (z.B. Kellerwände) auswirkt.

Eine seit 2002 nicht mehr geltende Norm für besonders gut gedämmte Häuser. Sie wurde durch die Energiesparverordnug ersetzt.

Nut und Feder verbinden Bauteile miteinander. Bekannt ist diese Verbindung bei Brettern zur Wandverkleidung und bei Holzdielen. Auch Bausteine wie beispielsweise Porenbeton und großformatige Innenausbauplatten werden mit Nut und Feder verlegt: Die eine Verbindungsseite des Bauteils kerbt eine durchgehende schmale Nut ein, und an der anderen Seite ragt eine Feder als passendes Gegenstück heraus.

Die Nutzfläche umfasst die Fläche aller Räume eines Hauses oder einer Wohnung, die nicht unmittelbar zum Wohnen genutzt werden. Dazu gehören zum Beispiel Garagen, Hobbyräume, nicht ausgebaute Dachböden und sonstige Kellerräume. Das Gegenstück bildet die Wohnfläche.

O

So nennt sich die oberste Putzlage beim Außenputz.

Organische Dämmstoffe sind natürliche Dämmaterialien wie beispielsweise Kork, Sägespäne, Baumwolle oder Zellulose. 

So nennt sich der giebelseitige Abschluss eines Dachs, für Hartdacheindeckungen bei Steildächern gibt es sogenannte Ortgangsteine. Diese sind zu einer Seite hin 90° abgewinkelt, so dass ein sauberer Abschluss zur Schalung und Lattung entsteht. 

So heißen Fenster oder Lichtkuppeln, die einen Lichteinfall aus dem oberen Wandbereich oder der Decke eines Raumes ermöglichen. Mit Oberlichtern werden in der Regel innenliegende Räume wie Bäder und Toiletten oder auch Treppenhäuser belichtet.

P

siehe Flurstück.

Pfetten sind die waagerechten Längsbalken des Dachstuhls, auf denen die Sparren lagern. Das Pfettendach ist die verbreitetste Form des Zimmermanndachstuhls.

Sonnenenergie, die durch Umwandlung in elektrische Energie umgewandelt wird.

Sammelbegriff für Betonsteine, die, ähnlich dem Kunststoffhartschaum, aufgeschäumt und durch zahlreiche luftgefüllte Poren zu einem Dämmstoff geworden sind.

Der Primärenergiebedarf ist zum einen die Gesamtheit der energietechnischen Größen wie Heizwärmebedarf, Heizenergiebedarf, Trinkwasser-Wärmebedarf, Trinkwasser-Wärmeenergiebedarf und Anlagenaufwandszahl. Außerdem erstreckt er sich bis hin zum zusätzlichen Aufwand für die Bereitstellung des eingesetzten Energieträgers, der sich z.B. für Strom und Gas deutlich voneinander unterscheidet.

Ein Pultdach ist ein Dach mit nur einer geneigten Dachfläche. Die untere Kante bildet die Dachtraufe, die obere den Dachfirst. Zu beiden Seiten befinden sich die Ortgänge. Die Wand am First wird die Hohe Wand genannt.

Dient zum Begradigen von Wandflächen.

Polyvinylchlorid. Es handelt sich um einen sog. Thermoplastischen Kunststoff. Es kann für Fenster, Rohre oder Böden verwendet werden.

Q

Ein Quast ist die Bezeichnung für einen breiten Pinsel, der zum Beispiel für das Einkleistern von Tapeten benutzt wird.

R

RAL steht für „Reichsausschuß für Lieferbedingungen“. Das RAL-Gütezeichen signalisiert dem Verbraucher, dass ein Produkt unter genau festgelegten Richtlinien hergestellt wurde. Über hundert Produkte aus den verschiedensten Bereichen erhielten bereits ein RAL-Gütesiegel. Für jedes Gütezeichen gibt es eine vom RAL anerkannte Gütegemeinschaft, die die Güte für die Warengruppe oder Leistung sichert. Sie verleiht das Recht, das Gütezeichen zu führen, an Unternehmen, die sich zur Erfüllung der Gütebedingungen verpflichten und sich der Güteüberwachung unterwerfen. Das schließt eine laufende Eigenqualitätskontrolle im Betrieb und eine kontinuierliche Überwachung durch neutrale Prüfstellen, Institute und vereidigte Sachverständige ein.

Eine Revisionsklappe erlaubt den Zugang zu Installationen, die verkleidet oder versteckt angebracht sind. Revisionsklappen erleichtern die Wartung oder Reparatur der dahinterliegenden Installationen.

Rohbau umfaßt alle Gewerke bis zum Dachstuhl. Dazu gehören Betonarbeiten, Mauerarbeiten, der Einbau von Betontreppen sowie das Errichten des Dachstuhls. Traditionell wird die Beendigung des Rohbaus mit der Feier des Richtfestes begangen.

Die nach Vollendung der tragenden Teile, der Schornsteine, Brandwände, Treppen und der Dachkonstruktion von der Baubehörde auf Antrag des Bauherrn vorzunehmende Prüfung, ob die ausgeführten Bauarbeiten den genehmigten Plänen, den Bauvorschriften und den Bedingungen und Auflagen des Genehmigungsbescheides entsprechen.

Ist ein Vielfaches von 12,5 cm (= 8. Teil eines Meters) und baut sich aus dem Maß der Mauersteine und Mauerfugen auf.

S

So wird das Verlegen, Montieren und Anschließen von Ver- und Entsorgungsleitungen, der dazugehörigen zentralen Einrichtungen, Geräte und Gegenstände innerhalb eines Bauwerks bezeichnet.

Die gebräuchlichste Dachform ist das Satteldach, das wie ein Prisma auf dem quadratischen Baukörper sitzt. Mit ihm lässt sich jede Dachneigung verwirklichen. Die Größe der nutzbaren Wohnfläche unterm dach ist abhängig von der Höhe des Kniestocks und der jeweiligen Dachneigung.

Bretter, die zur Verkleidung von Dachstühlen dienen. Dies kann auch eine Form aus Brettteilen oder Formteilen sein, die mit Frischbeton gefüllt wird.

Schamotte sind feuerfeste Steine aus Aluminiumsilikaten, die den Feuerraum von Kaminen, Öfen und Schornsteinen verkleiden. Die gelben Steine sind bis zu einer Temperatur von 1.500 Grad Celsius formbeständig.

Ein gering geneigtes Dach, meisten von einer Garage oder einem Carport. Es handelt sich um einen parallelen Anbau zur Traufe eines Hauptdaches.

Bei der Schlußabnahme wird geprüft, ob die Gebäude entsprechend dem Bauantrag fertiggestellt wurden.

So wird die komplette Errichtung eines Wohnhauses oder einer Wohnung durch einen Bauträger bezeichnet. Meist übernehmen Subunternehmer die einzelnen Gewerke. Diese Bauweise wird mit einem Festpreis honoriert. Der Bauherr erlangt so eine Festpreissicherheit und die Gewähr einer möglichst kurzen Bauzeit unter Beachtung bauphysikalischer Rahmenbedingungen.

Parallel zur Traufe verlaufende Konstruktion aus Rohren, Gittern oder Balken zum Schutz gegen herabrutschenden Schnee.

Dienst zum Schutz des Schornsteins vor Wettereinflüssen. 

Fassaden sind im Sockelbereich neben den üblichen Witterungseinflüssen zusätzlich Spritzwasser ausgesetzt. Für diese verstärkte Belastung durch Feuchte stehen spezielle Sockelputze zur Verfügung. Sie stellen bei richtiger Auswahl und Verarbeitung einen verlässlichen und dauerhaften Schutz dar.

Die Solarpumpe befördert die Solarflüssigkeit (Wärmeträgerflüssigkeit) vom Kollektor in den Speicher. Dort gibt sie über einen Wärmetauscher die im Kollektor aufgenommene Wärme an das Brauchwasser ab. Die Pumpe bringt die Wärmeträgerflüssigkeit in Umlauf. Sie schaltet sich automatisch ein, wenn die Temperatur im Speicher um einen bestimmten Wert niedriger ist als die Temperatur im Kollektor.

Die Bewehrung in Betonbauteilen, die großen Belastungen standhalten müssen (Brücken, große Deckenflächen), wird in einer Form vorgespannt und dann ausbetoniert.

Die Balken des Dachstuhls, die von der Traufe bis zum First verlaufen.

Der Spitzboden ist der unausgebaute Dachraum über einem Dachgeschoss (Bereich zwischen den Mittelpfetten und der Firstpfette).

Dieses für Dämmung gut geeignete Material ist in Platten- oder Schalenform wie auch als einfaches Füllmaterial im Handel. Steinwolle besteht aus geschmolzenem und dann zu dünnen Fäden gesponnenem Dolomit oder Kalkstein.

Senkrechte Mauerwerksfuge einer Innenecke.

Es hanedlt sich um eine tragende, entweder in gerader oder geschwungener Form, obere Tür-, Garagentor- oder Fensterbegrenzung.

Eine Mauer, die zum Abböschen des Erdreichs an Hanglagen dient.

T

Temperaturregelgerät, das die umgebende Lufttemperatur registriert und bei einer eingestellten Temperatur ein Signal an ein Steuergerät weitergibt (z. B. das Raumthermostat an den Stellmotoren des Heizkreisverteilers).

Statisch tragende Außen- oder Zwischenwände (Deckenlasten). Im konventionellen Bau in der Regel mindestens 24 cm dick, bei besonderen Auflagen auch 17,5 cm bzw. 30 cm dick.

Unteres waagerechtes Ende einer geneigten Dachfläche.

Unterbindung der Schallübertragung innerhalb eines Bauteils. Dabei steht die begangene Fläche in keiner direkten Verbindung mit dem Baukörper, sondern ist mithilfe eines speziellen Dämmmaterials vom Untergrund und den seitlichen Wänden getrennt.

U

Der umbaute Raum steht nach DIN 277 als Kennzahl für die Größe eines Hauses in Kubikmetern und bezeichnet den Raum, der von den Außenmauern, vom Dach und von der Kellersohle einschl. der Bodenplatte umschlossen wird.

Eine Bodenschicht, die sich unter dem Fußbodenbelag befindet (z. B. Installationsebene).

Dampfdiffusionsoffene Folie des Dachdeckers, welche Restfeuchte aus dem Sparrenzwischenraum nach außen diffundieren lässt, von wo aus diese sich dann verflüchtigen kann.

Die Untersparrendämmung wird heute in der Regel mit einer Zwischensparrendämmung kombiniert, um Wärmebrücken zu minimieren und eine bessere Dämmung unter dem Dach zu erreichen. Diese wird in der Ebene der Konterlattung eingebaut.

Als U-Wert bezeichnet man die Maßeinheit des Energieverlustes in einem Bauteil. Der Wert gibt an, wie viel Energie unter bestimmten Bedingungen verloren geht.

V

Außenwände werden mit speziellen Mauersteinen verblendet. Diese Maersteine nennt man Verblender.

Der Vermessungsfachmann wird für mehrere Leistungen benötigt:
1. Ist der Entschluss zu bauen gefasst, benötigt man zuerst einen Plan, der das zu bebauende Grundstück, auch Flurstück oder Parzelle genannt, in Form und Größe darstellt – einen so genannten Vorabzug, der im Maßstab 1:500 angefertigt wird.
2. Sind Änderungen der Grenze (Abtrennung/Teilung) nötig, so ist diese nach Genehmigung in das Grundbuch einzutragen. Der öffentlich bestellte Vermesser führt die Urkundsmessung durch.
3. Der Architekt benötigt zur Planung die dritte Dimension, die Höhendarstellung. Diese Geländeschnitte werden im Maßstab 1:100 vom Vermesser angefertigt.
4. Um das Baugesuch vollständig zur Genehmigung einreichen zu können, ist ein nach den Vorschriften der jeweiligen Genehmigungsbehörde gefertigter Lageplan notwendig.
5. Die Baugenehmigung ist erteilt, der “Rote Punkt”, die Baufreigabe fehlt noch. Der Vermessungsfachmann steckt das Bauvorhaben ab (Absteckung) und gibt die Aushubtiefe an.
6. Zur Baufreigabe muss zudem der Aushub getätigt und das Schnurgerüst erstellt sein, an dem der Vermesser die äußere Begrenzung des Baukörpers entsprechend der Baugenehmigung durch Nägel auf dem Schnurgerüst markiert hat und zusätzlich die Erdgeschossfußbodenhöhe angegeben ist. Danach stellt der Vermesser die Abnahmebescheinigung aus, die nach Einreichung beim Bauamt zur Ausfertigung des “Roten Punktes” führt. Dieser ist sichtbar an der Baustelle anzubringen.
7. Für die Auszahlung von Krediten verlangen Kreditinstitute oft Grenzbescheinigungen (Grenzattest). Nach Überprüfung des Kellers (bzw. Rohbaus) stellt der Vermesser diese aus.
8. Die Einmessung der erstellten Gebäude für die amtlichen Karten- und Buchwerke sind durch Gesetz vorgeschrieben.
Diese Leistung wird durch den Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur oder die Vermessungsbehörde im Auftrag der Bauherrschaft erbracht.

Eine Etage eines Gebäudes mit der vorgeschriebenen Raumhöhe über die gesamte Fläche. Sind Dachschrägen in einer Etage vorhanden und wird eine bestimmte Verhältnisfläche unterschritten, ist das Obergeschoss kein Vollgeschoss.

Als Vormauerwerk bezeichnet man die äußere Mauer bei einer zweischichtigen Außenwand eines Gebäudes.

Für Toilettenbecken, Waschbecken, Duschen und weitere Sanitärobjekte gibt es Montagegerüste, die an die Wand und auf den Fußboden gedübelt werden. Rohrleitungen, Armaturenanschlüsse und Spülkästen werden direkt an die Rahmen angeschlossen. Rohrleitungen werden innerhalb des Gerüsts verlegt. Die gesamte Installation verschwindet anschließend hinter feuchtebeständigen Gips- oder Spanplatten, die gefliest werden können.

W

Das Walmdach ist eine Dachform. Im Gegensatz zum Satteldach hat ein Walmdach nicht nur auf der Traufseite, sondern auch auf der Giebelseite (das ist die kurze Seite des Hauses) geneigte Dachflächen. Sie werden als Walm bezeichnet. Ein vollständiger Walm ersetzt den Giebel, das Dach hat also an allen vier Seiten Schrägen. Ein Walmdach hat aber auf jeden Fall auch einen Dachfirst, ansonsten spricht man von einem Zeltdach (Pyramidendach).

Wärmebrücken (umgangssprachlich auch Kältebrücken genannt) sind energetische Schwachstellen in einer Baukonstruktion. Wärmedämmstoffe sind Stoffe mit geringer Dichte (zu erkennen an ihrem geringen Gewicht). Werden sie von Stoffen mit hoher Dichte (schwere Materialien wie z. B. Metall) durchdrungen, entsteht an dieser Stelle eine Wärmebrücke.

Bei einem WDVS handelt es sich um eine Außendämmung als Fassadendämmung, bei der Dämmstoffplatten direkt mit dem Mauerwerk verklebt oder verdübelt werden. Bevor die Oberfläche verputzt wird, wird zur Stärkung der Dämmplatten eine Armierungsschicht aufgetragen.

Eine Wärmepumpe nimmt Wärme niedriger Temperatur aus der Umwelt (Luft oder Wasser) auf und gibt sie mit höherer Temperatur ab. Das Energiekonzept basiert auf minimalen Stromverbrauch. Bedingt durch den hohen Wirkungsgrad einer Wärmepumpe wird die benötigte thermische Energie durch minimalen Stromeinsatz erzeugt. Wärmepumpen sind in der Lage, mit Hilfe eines Kompressors (Verdichters) aus einer Kilowattstunde Strom bis zu 4 Kilowattstunden thermische Energie zu erzeugen.

Die Wohnfläche umfaßt die Fläche der Räume eines Hauses oder einer Wohnung, die ausschließlich zum Wohnen dienen. Sie wird anhand der Rohbaumaße abzüglich drei Prozent für Innenputz ermittelt. Räume, die zur Nutzfläche zählen, werden ggf. mit der halben Grundfläche angerechnet. Bei ausgebauten Dachgeschossen zählt die Fläche unter den Schrägen ebenfalls nur anteilig. Die genaue Berechnung hängt jedoch von den jeweiligen Bestimmungen der Landesbauordnungen ab.

Rechnerischer Weg, mit dem sich die Wohnfläche eines Hauses berechnen läßt.

Z

Für Türen wird ein Rahmen aus Holz, Kunststoff oder Stahl auf das Mauerwerk aufgesetzt.

Bei dieser besonderen Dachform laufen alle vier Dachflächen in der Mitte spitz zusammen.

Hoch griffiger und abnutzungswiderständiger Estrich mit hoher Druckfestigkeit, wird oft in Garagen als Verbundestrich mit Gefälle ausgeführt.

Zement ist ein hydraulisch härtendes Bindemittel für Beton und Mörtel. Er besteht aus verschiedenen feingemahlenen Ausgangsstoffen, die durch Brennen und Schmelzen aufbereitet werden. Wichtigste Zementsorte ist Portlandzement, der aus einem gemahlenen und gebrannten Kalkstein-, Kreide-, Ton- oder Mergelgemisch gewonnen wird. Je nach Zusammensetzung weist der Zement unterschiedliche Eigenschaften auf. Verwendet wird Zement am Bau – als Bindemittel für Beton, Mörtel, Putze oder Estriche.

Anlage zur Wärmeerzeugung und -verteilung in Gebäuden. Sie besteht aus Wärmeerzeuger, Verteilsystem und Heizflächen in den angeschlossenen Räumen. Als Wärmeträger dient in der Regel aufgeheiztes Wasser, das in den Rohrleitungen zirkuliert. Bei der Zentralheizung für das Haus beheizt ein Wärmeerzeuger das gesamte Gebäude von einer Stelle im Keller, im Erd- oder Dachgeschoss aus.

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